Verlag Beyerlein - Steinschulte

Geleitwort | Hellmuth Hecker - die Mystiker


Mystik

Es gibt kein religiöses Streben in der menschlichen Existenz, welches höher einzuschätzen und zu verehren ist, als das Streben der als Mystiker(innen) bezeichneten Menschen der verschiedenen Religionen. Sie fanden (und finden) keine Befriedung in den oberflächlichen Welterscheinungen, sahen im ständigen Kommen und Gehen des Welttheaters keine bleibende Statt und wandten sich daher ab von dem Schein der Welt, um in sich selbst die Wahrheit über die Ursache des Daseins und das Ziel des Lebens zu finden. Sie kämpften gegen die nach außen gerichtete Sinnlichkeit und erlebten dann in sich den Wegfall der groben Ich/Welt- Wahrnehmung, erlebten ein weit über das Wohl der Sinne hinausgehendes Wohl, daß Wohl der Herzenseinigung (samâdhi).

Auch der Buddha war in diesem Sinne ein Mystiker, denn durch die Überwindung der sinnlichen Getriebenheit und der immer feiner werdenden Herzenseinigung fand er, nach Jahren des innigsten Mühens, schließlich den Weg zur endgültigen Befreiung vom Leiden.

Jeder ernsthaft religiös strebende Mensch geht den Weg nach innen, weil er erkannt hat, daß nur die Veredlung des inneren Wesens einen wirklichen Sinn hat; und ein von der Lehre des Buddha ergriffener Mensch kann gar nicht anders, denn er hat die Notwendigkeit der eigenen Läuterung, und damit auch der Weltüberwindung, deutlich vor Augen.

Heute ist jedoch die Kopflastigkeit zu einem großen Problem geworden. Die klare und so logisch erscheinende Wahrheit der Lehre des Buddha, erfreut meist zuerst den Geist, der bildet sich wunderbare Ansichten darüber und kann dadurch wieder in neue Fesseln geraten. Will man das Ziel erreichen, ist aber ein Herz wichtig, das ergriffen von der Wahrheit, sie über alles liebt, dafür allen weltlichen Besitz, allen weltlichen Bezug aufgibt, nur um diese eine Perle der Wahrheit (Dhamma) zu besitzen. Solche von der Liebe zur Wahrheit ergriffenen Herzen findet man nirgends mehr, als bei den Mystiker(innen) aller Zeiten. Deshalb sind sie heute auch mehr den je Vorbild. Es ist erhebend, wenn man sich mit ihnen beschäftigt, wenn man ihre innere Glut, ihre himmlische Freude, ihr ernsthaftes Streben mitempfinden kann; es steckt an, zeigt neue Perspektiven des inneren Strebens, zeigt aber auch die eigenen Schwächen.

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