Zweck
Das Haus der Besinnung wurde im Jahre 1974 von der
Stiftung
gleichen Namens erworben und im Jahre 2004 um ein weiteres Haus
(Üelligerhaus) erweitert. Das Haus der Besinnung dient den
Nachfolgern der Lehre des Buddha als Ort der Kontemplation und
Begegnung.
Unter der Lehre ist hierbei der Dhamma zu verstehen, wie er im
Palikanon enthalten ist und wie ihn der Erwachte in der 63. Rede der
Mittleren Sammlung umgrenzt hat.
Die Lehrredenseminare im Haus der Besinnung sind
entstanden
aus dem Wunsch des Gründers und Stifters des Hauses, Kurt
Onken,
die in Deutschland schon kurz nach dem Ende des 2. Weltkrieges
entstandenen Lehrreden-Seminare, die von Paul Debes mit der
Gründung des Buddhistischen Seminares ins Leben gerufen
wurden,
auch in seine Heimat, die Schweiz, zu holen. Deshalb gründete
er
die Stiftung „Haus der Besinnung“ und diese kaufte
das Haus
in Dicken.
Bald darauf (vor über 25 Jahren) begannen die
regelmäßig jedes Jahr stattfindenden
Lehrredenseminare, die
bis zum Jahre 2004 über die Jahrzehnte hinweg von Fritz
Schäfer, einem langjährigen Mitarbeiter von Paul
Debes und
seiner Zeitschrift Wissen und Wandel, angeleitet und geführt
wurden. Sie waren und sind einzig dem Ziel gewidmet, die Lehraussagen
des Buddha in ihrer ursprünglichsten Form immer tiefer und
klarer
zu verstehen und sich dieses Verständnis miteinander zu
erarbeiten.
Die Lehrreden des Buddha sind das Fundament für diese
über
eine Woche gehenden Treffen von Freundinnen und Freunden aus den
deutschsprachigen Ländern. Da diese Treffen kontinuierlich
über die Jahre hinweg zu immer tiefer führenden
Einsichten in
die Lehre des Buddha führten, sind sie nicht geeignet als
Einführungskurse in die Lehre, sondern dienen zur weiteren
Vertiefung und Erkenntnis für schon in die Lehre
Eingeführte
und darin Erfahrene.
Seit 2005 werden diese Seminare von Moderatoren geleitet, die aus und
in dieser Kontinuität gewachsen sind, um sie nun weiter zu
pflegen. Fritz Schäfer ist auf Grund seines hohen Alters in
den
verdienten Ruhestand getreten, steht aber weiterhin durch Rat und Tat
und vor allem auch durch seine weitergeführte
Übersetzungsarbeit den Moderatoren zur Seite.
Für die über eine Woche gehenden Seminare wird meist
eine
zentrale Lehrrede aus den Lehrreden-Sammlungen des Buddha zur Grundlage
genommen, die den Teilnehmern schon einige Zeit vorher zur Vorbereitung
übermittelt wird.
Die Stiftung stellt das Haus zur Verfügung
- für Ferienaufenthalte von Einzelnen, von
Familien
oder kleinen Gruppen, die in stiller Gegend bei Lektüre,
Meditation oder Lehrgesprächen Erholung und Erbauung suchen,
- für Wochenend- oder Ferienseminare mit
Vorträgen und Lesungen,
- für Meditationskurse im Sinne der Lehre.
Lebensweise
Der gute Geist, der das Haus erfüllt und
dessen Wirkung
allein schon förderlich sein kann, wird von jedem einzelnen
Bewohner mitbestimmt. In diesem Sinne ist der Besucher gebeten, die
fünf Silas einzuhalten, also auch vegetarisch und ohne Alkohol
zu
leben. Ehepaare sollten getrennt schlafen. Über gemeinsame
Lesungen oder lehrgemässe Gespräche, über
Ruhezeiten
oder Schweigestunden können sich die Bewohner jeweils nach
Gutdünken einigen. Die gegenseitige Rücksicht und
heitere
Freundlichkeit, die das Haus im Inneren erhellt, soll auch auf die
Nachbarn und Dorfbewohner ausstrahlen.
Räumlichkeiten
Im Haupthaus
stehen neben
einem geräumigen Wohn- und Essraum fünf Einzel-, zwei
Doppel-
und je ein Dreier- und Viererzimmer zur Verfügung. Derzeit
sind
ein Bad mit Toilette, ein Dusch- und ein Waschraum sowie zwei WC mit
Warmwasser-Lavabo benutzbar. Ein Vortrags- und Meditationsraum im
Untergeschoss steht zur Verfügung. Mit Hinblick auf die
Grösse und die Installationen des Hauses empfiehlt es sich,
die
Besucherzahl bei Vorträgen und Meditationskursen auf
fünfzehn
zu beschränken, doch sind für besondere
Fälle drei
Notbetten vorhanden.
Das Üelligerhaus*
(15 Meter vom
Haupthaus entfernt) verfügt über 6 Einzelzimmer und
zwei
Zimmer mit Bettnischen; zudem gibt es eine Küche, Ess- und
Wohnzimmer, ein Vortrags- und Meditationsraum sowie 3 WC und 2 Duschen.
Die Räume sind allerdings sehr niedrig, so das Achtsamkeit
beim
Gehen angesagt ist.
Essen und Kochen
Es stehen in beiden Häuser Küchen mit
Utensilien
und Kühlschrank zur Verfügung – eine
Waschmaschine
zudem im Haupthaus. Wer nicht selber kochen möchte, kann das
Essen
auch beim Pflegeheim Steinegg, Kirchweg 8 in Degersheim bestellen
(Küchenchef: Herr Strübi Tel: 071 371 58 20).
Geliefert wird
von Mo. - Fr.; Sa. und So. muss man selbst abholen. Preis pro
vegetarischem Essen 16.50 Fr., Zustellservice (falls beansprucht) ca.
18 Fr. pro Lieferung; Essen wird in Warmhaltebox geliefert; Geschirr
sollte vor Rückgabe grob gespült werden.
Lage und Klima
Dicken liegt ca. 20 km südwestlich von St.
Gallen und
ca. 10 km südlich der Autobahn Zürich-Winterthur-St.
Gallen
(Ausfahrt Uzwil). Es ist per Auto über
Flawil-Degersheim-Hoffeld
erreichbar, per Bahn über Zürich und Flawil
(Postauto) oder
über St. Gallen bis Degersheim, von dort mit einer
Postautoverbindung.
Das Dorf liegt in lieblichem Berggelände auf 820 m
über
Meereshöhe. Das Haus der Besinnung ist gelb geschindelt und
über ein Strässchen, das beim hölzernen
Dorfbrunnen
abzweigt, erreichbar. Das Üelligerhaus ist durch seine bunte
Bemalung erkennbar.
Das Klima ist voralpin, aber keineswegs rauh. Die Sommermonate sind
blütenreich und nicht zu heiss, doch strahlt die Sonne auf
dieser
Höhe intensiver, ist aber öfter als im Flachland
hinter
Wolken verborgen. Der Herbst kann sehr angenehm sein, zumal wenn der
Ort über dem Nebelmeer liegt. Der Winter ist schneereich und
damit
besonders still und geborgen. Der Frühling lässt
entsprechend
länger auf sich warten.
Lehrreden-Seminare im Haus der Besinnung 2012
Frühjahrstreffen vom 03. bis 10. März 2012 mit Horst Neugebauer
Sehen was ist.
Aufmerksamkeit ist die zentrale Voraussetzung, um sehen zu können was ist.
Wir wollen daher gemeinsam die Natur und die Handlungsweise des "Ichs" näher untersuchen.
Einzelne Schwerpunkte der Untersuchung werden die Vorgänge der Wahrnehmung, der Beziehungen zum Umfeld und schließlich der Vorgang des Denkens sein.
Für die Abendstunden ist jeweils ein freier Austausch über die am Morgen behandelten Themen vorgesehen. Für die Teilnahme sind keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich.
Ostertreffen vom 14. bis 21.April mit Alfred Weil
Der Weg der Vollendung (Teil 2)
"Da erscheint der Vollendete in der Welt..." Mit dieser Formulierung beginnt die Schilderung des Weges aus der Enge und der Trivialität des gewöhnlichen Lebens hin zur Vervollkommnung. In zahlreichen Gesprächen erläutert der Buddha, welche Schritte zu gehen sind - vom erwachenden Vertrauen in Höheres und Erfüllenderes bis zur völligen Freiheit. Mit dem "Tathagatagang" wendet sich der Buddha nicht nur an Mönche und Nonnen, sondern auch an im Haus Lebende, die einen weiteren Horizont haben oder gewinnen möchten.
Pfingsttreffen vom 26. Mai bis 2. Juni mit Raimund Beyerlein
"Wirken und Erleben (des Wirkens), anderes Reales gibt es nicht"
Karma (kamma, Wirken) und seine Bedeutung für das Verständnis der Lehre des Buddha und für die Praxis auf dem Weg der Befreiung.
Es gibt eine starke Bewegung im heutigen, modernen westlichen Buddhismus, die die Lehren des Erwachten über Karma und Wiedergeburt als nicht authentisch ablehnen. Wir wollen uns ansehen, ob es überhaupt möglich ist, die Lehre des Erwachten ohne ein Verständnis über "Wirken und Erleben" zu haben, zu erkennen und zu verstehen. Dazu werden wir die 4 Arten des Wirkens (kamma) genauer betrachten und die Bedeutung der 4., der auflösenden Wirkensweise auf dem Heilsweg untersuchen. Wie immer mit der grundlegenden Hilfe der Lehrreden und den Arbeiten unserer Altmeister.
Sommertreffen vom 28. Juli bis 4. August mit Ilse und Peter Karnotzki
Wege zu Piti und Samadhi - Auszüge aus Arbeiten von Paul Debes, Hellmuth Hecker und Fritz Schäfer
Nachfolger auf dem Heilsweg des Erwachten erleben manchmal 'Durststrecken' und es mangelt ihnen dann an Freudenquellen. Diese zu beleuchten und zu erschließen und hochziehende Eigenschaften sowie Möglichkeiten zu entwickeln, sehen wir in den Vorstufen zu Piti und Samadhi. Gemeinsam erarbeiten wir uns in dieser Woche diese Möglichkeiten mit Hilfe von Auszügen aus Arbeiten von Paul Debes, Hellmuth Hecker und Fritz Schäfer.
Herbsttreffen vom 6. bis 13. Oktober mit Alfred Weil
Wir haben die Möglichkeit
Der Erwachte über die fünf Heilsfähigkeiten
Die Mittel, die wir einsetzen, um im Alltagsleben zu bestehen, kennen wir recht gut. Unsere Körpersinne und das Denken stehen dabei an der Spitze. Aber die in uns vorhandenen Potenziale, aus der Unzulänglichkeit unserer Existenz ganz herauszukommen, sind uns weit weniger vertraut - wenn überhaupt. Der Buddha zeigt, wie aus den menschlichen Grundeigenschaften Vertrauen, Tatkraft, Achtsamkeit, Sammlung und Weisheit fünf Heilsfähigkeiten (indriya) und Kräfte werden und wie sie eingesetzt werden können.
Anmeldungen und Anfragen über den
Verlag oder
Roland Zeller
Landhausstrasse 8
9115 Dicken
Telefon 071 377 23 53

www.hausderbesinnung.ch
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